Pisten aus dem Bilderbuch – Oberes Susatal

Schotter – Pisten – Pässe im Piemont

Wir sind mit BMW-GS und BMW-GS Adventure unterwegs. Ziel ist das im Obere Susatal liegende Bardonecchia das Ausgangspunkt zur Befahrung des Col de Sommeiller, des zweithöchsten mit Fahrzeugen erreichbaren Punktes der Alpen.

Auf der Wunschliste stehen:
Colle dell’Assietta (AKS), Col du Sommeiller, Monte Jafferau, Fort de la Turra, Lago Nero und Lago di Seti Colori, Fort und Passo della Mulattiera, Fort Janus (Mont Chaberton), Colle delle Finestre + Fort Fenestrelle, Rifugio Rey (optional)

Live Track:

Was wir tatsächlich fahren wollen wird getreu dem Motto alles kann und nichts muss angegangen. Klar das unser Programm stark Wetter abhängig ist und wir natürlich die Öffnungszeiten der diversen Pässe und Kammstrassen berücksichtigen müssen.

Espace tout terrain Les Combes Grondées

Centre tout terrain Les Combes Grondees,

Ein Offroad Park der keine Wünsche offen lässt

Espace tout terrain, Les Combes Grondées, 71710 Saint Symphorien de Marmagne (Frankreich) statt

Enduro wandern Schwäbische Alb

Enduro wandern auf der Schwäbischen Alb

Enduro wandern auf der Schwäbischen Alb

Enduro wandern über die Schwäbische Alb, auf Schotterwegen, unbefestigten Feld- und Waldwegen, Kilometerlang und das inmitten des Herzstück eines Biosphärengebiet mit einer einzigartigen landschaftlichen Schönheit die inspiriert und verzaubert, -ja geht das überhaupt legal?

Enduro wandern auf der Schwäbischen Alb
Enduro wandern auf der Schwäbischen Alb

Enduro wandern durch die schönsten Täler der Schwäbischen Alb

Bis vor kurzem hätte ich noch gesagt -ja aber… und nein Enduro wandern, das ist nicht möglich. Halte ich doch in meinen Feierabendrunden Kreuz und quer über die Münsinger-, Uracher- und Zwiefaltener Alb, cruisend durch das Lauter- oder Schmiechtal immer wieder Ausschau nach solchen Wegen und Strecken. Und ja, so manches Promille- oder auch Verbindung Sträßle gibt es die unbefestigt und schlottrig sind. Aber meist immer nur wenige hundert Meter im höchsten Fall ein paar Kilometer lang.

Enduro wandern Schwäbische Alb
Enduro wandern Oberes Donautal

Schwäbische Alb – sagenhafter Südwesten

Im April sollte sich mein Bild ändern, habe ich doch immer noch auf meiner ToDo Liste das Enduro wandern als Tour mit Werner (Mini) Koch, -den ich seit einer gemeinsamen Motorrad Tour im Mai 2014 zur Allgäuer Seenplatte kenne, stehen. Ja und wie der Zufall es will, wurde auf der Tour „SCHWÄBISCHE ALB – AM BESTEN IM SÜDWESTEN“ die „ALEXANDER „ALI“ MÉTAYER“ mit Werner (Mini) Koch mit roadbooktouren anbietet, überraschend ein Platz frei. Da musste ich sofort zuschlagen. Mich quälte eigentlich nur noch eine Frage: Kann mir ein Stuttgarter Bub, Wege und Stecken in meinem eigenen Revier zeigen die ich noch nicht kenne? Da aber Mini der Tour Guide ist freue ich mich mit ihm wieder eine tolle Tour zum Thema Enduro wandern zu machen, Benzingespräche zu führen, jede Menge Tipps zum Geläuf und Tricks rund ums Moped von ihm zu bekommen und zu hören welche Projekte er für die Zukunft plant. In meinem Fokus stehen zwei erlebnisreiche Tage zum Thema Schwäbische Alb – sagenhafter Südwesten mit ihm und seiner Gruppe zu verbringen, also mögliche Zweifel, keine neue Strecken kennen zu lernen habe ich bei Seite geschoben.

Enduro wandern auf Schotterpisten
Enduro wandern auf Schotterpisten

Das Paradies – Obere Donautal

Treffpunkt und Start ist Bad Urach. Wir sind alle bereit, Enduro wandern über die Schwäbische Alb. Vor uns, -wir sind 15 Teilnehmer liegt eine Tagesetappe von ca. 230 Kilometer. Ziel des heutigen Tages soll das Obere Donautal sein. Hinauf geht‘s über die mächtige Felskante dem Albtrauf, die Münsinger Alb wartet, über kleine Asphalt- und Schotterstraßen geht es über die Hochfläche der Schwäbischen Alb ins Schmiechtal. Unsere erste große Rast machen wir auf dem Hausberg der Oberschwaben zwischen Unlingen und Uttenweiler, dem „Bussen“, herrlich diese Fernsicht über den Federsee hinweg weit zu den Alpen. Gut von den Schwäbischen Maultaschen gestärkt fahren wir durch die Wälder der Schwäbischen Alb, das Grün der Wiesen und die klaren Bäche bilden eine malerische Kulisse. Vorbei geht es an herrschaftlichen Klöster, Burgen und Schlösser weiter über die Zwiefaltener Alb. Wir haben am frühen Abend unser Quartier im Oberen Donautal nahe Beuron nun erreicht, gemütlich zu Abend gegessen und bei lockeren Gesprächen wurden so manche Anekdoten erzählt und viel gelacht.

Enduro wandern
Enduro wandern durch die schönsten Täler der Schwäbischen Alb
Hegaualb und Bodensee – traumhaftes Enduro wandern

Der zweite Tag, nach einem fürstlichen Frühstück geht es Richtung Hegau am Bodensee. Vor uns liegt eine Tagesetappe von ca. 200 Kilometer. Wir sind fasziniert von der Harmonie der Gegensätze zwischen Donautal und Streuobstwiesen dem größten Streuobstgarten Europas, alles steht in voller Blüte. Die Hegaualb liegt am Übergang zum Alpenvorland, neben den vorherrschenden Fichtenbeständen prägen einige Buchenbestände das Landschaftsbild, es ist einfach ein Traum, alles passt. Wir bewegen uns durch Alleen und engen Straßen über Wald-, Forst-, und Schotterstaßen bis wir noch vor der Mittagszeit den traumhaften Aussichtspunkt oberhalb von Sipplingen erreichen. Wir haben nun den südlichsten Punkt unsere Reise erreicht und werden uns jetzt wieder gen Norden orientierend an Tuttlingen vorbei weiter nach Burladingen ins Herz der Schwäbischen Alb bewegen. Am späten Nachmittag treffen wir auf dem Parkplatz der Bären- und Nebelhöhle bei Sonnenbühl-Erpfingen ein. Von hier aus trennt sich nun unser Weg, aber nicht ohne Unterwegs noch einmal einen Stopp zu machen und das erlebt kurz Revue passieren zu lassen.

 

 

Resümee:

Wer an einer hoch professionell ausgearbeitet Tour mitten durch ein so sensibles ökologischen Gebiets teilnehmen will, möchte ich empfehlen an dieser Tour teilzunehmen. Nicht unerwähnt lassen will ich, das sich die Erfahrung wie Führe ich eine große Motorrad Gruppe zu jeder Zeit gegenwertig und spürbar war. Selbst mir als Native haben diese zwei Tage ein ergänzendes Bild meiner Heimat gegeben.

 

Quelle:

Veranstalter: roadbooktouren.de

Bildrechte: Alexander MÉTAYER

Scouting und Guide: Werner Koch und Alexander MÉTAYER

Links: Schwäbische Alb

Transitalia Marathon 2018

Transitalia Marathon 2017

Transitalia Marathon 2018

Transitalia Marathon from past to the future

Die vierte Auflage des Transitalia Marathon 2018 wird in diesem Jahr eine ganz große Show. Mirco Urbinati bedankt sich bei den vielen internationalen Teilnehmern für das in der Vergangenheit entgegengebrachte Vertrauen, mit dem Wunsch die großen Emotionen, den Charme der schönsten Orte um den Transitalia Marathon 2018 zu teilen und freut sich alle Ethusiasten mit einem offenen Herz zu empfangen.

Aus diesem Grund wird der Parc Ferme in Rimini schon am Dienstag den 25. September 2018 öffnen. So haben alle Teilnehmer genügend Zeit die vielen Veranstaltungen und Events am Mittwoch zu genießen. Alle Teilnehmer haben am Mittwoch die Gelegenheit die Bühne des Transitalia Marathon 2018 zu betreten und sich der Öffentlichkeit und Presse zu präsentieren. Am Abend findet dann das abendliche Briefing und die offizielle Eröffnungsfeier statt. Nach dem gemeinsamen traditionellen Abendessen starten die Teilnehmer in einer große Parade und einzelner Präsentation auf der großen Startbühne um anschließend sein Fahrzeug im Parc Ferme abzustellen wo dann die Abschlusszeremonie für den Tag nach internationalem Vorbild wartet.

Am Donnerstag den 27. September 2018 ab 07:00 Uhr beginnt der Transitalia Marathon 2018 auf völlig neuen Strecken mit wunderschönen Offroad-Etappen die komplett nach einem Road Book gefahren werden. Die gesamte Etappe wird eine große Herausforderung, fast 900 Kilometer durch 6 Regionen auf Routen die ausschließlich abseits von befestigten Straßen gefahren werden.

Aber das schönste an diesen vier Tagen wird es sein zu einer einzigen Gruppe von Freunden zu werden, ohne Unterschied zwischen Weltmeistern, Dakar Teilnehmer, Profis und all den großen Fans.

 

Start 23. September 2018, Thomas und ich wollen individuell Richtung Rimini anfahren, Routenplanung findet zur Zeit statt. Vielleicht wählen wir ein Strecke über die Westalpen mit Ziel am 25. September rechtzeitig in Rimini zu sein um Valle und den Rest der Gruppe zu treffen. Die Rückreise planen wir auf den 30. September 2018 und möchten mit viel Zeit am 03.10.2018 wieder Zuhause sein.  

25. September 2018 – Rimini

26. September 2018 – Rimini

27. September 2018 – Rimini – Magione

28. September 2018 – Magione (PG) – Cascia (PG)

29. September 2018 – Cascia (PG) – Pescara (PE)

Transitalia Marathon 2018
Transitalia Marathon 2018 mit Valleontour

Warten auf den Transitalia Marathon 2018

 

Weitere Infos zum Transitalia Marathon 2018 werden in kürze folgen

Transitalia Marathon 2017

Transitalia Marathon 2017

Transitalia Marathon 2017

23.09.2017
Start in Bad Urach, treffe mich heute mit Volker, Stefan, Frank, Dani und Valle im Hotel Pfaubräu in Trostberg an der Alz. Die Anderen unserer Truppe reisen direkt nach Rimini zum Transitalia Marathon 2017, wir werden uns alle am 27.09.2017 im „Parco Federico Fellini“ treffen.

24.09.2017
Heute führt uns die Strecke entlang des Chiemsees, weiter geht es durch Österreich über die Großglockner Hochalpenstraße zum höchsten Berg des Landes und fahren weiter in Richtung Italien, wo wir in einem kleinen Dorf in der Nähe von Tolmezzo. Die Freude auf den Transitalia Marathon 2017 ist rießig.

25.09.2017
Teils winzig kleine und sehr kurvige Straßen führen uns durch den wunderschönen Nationalpark Belluneser Dolomiten bis zu unserem Etappenziel unweit von Bassano del Grappa. Als eines der Zwischenziele steht der historische Monte Grappe mit seinem Denkmal für die dort gefallen Soldaten während des Ersten Weltkriegs auf dem Programm. 

26.09.2017
Heute wird es fahrerisch in der flachen und dicht besiedelten Ebene der Emilia-Romagna wohl leider nicht wirklich spannend. Rimini ist heute unser Ziel.

27. 09. 2017
Den Vormittag nutzen wir als kleine Vorbereitung für den Transitalia Marathon 2017 und bewegen uns auf teilweise unbefestigten und kleinen Wegen in die älteste bestehende Republik der Welt mit einer Geschichte, die angeblich bis auf das Jahr 301 mit der Gründung durch den heiligen Marinus zurückgeht, San Marino. Um 16:00 Uhr ist die Registrierung im „Parco Federico Fellini“

Transitalia Marathon 2017

28. 09. 2017
Rimini – Passignano sul Trasimeno

29.09.2017
Passignano sul Trasimeno –  Leonessa

30. 09.2017
Leonessa – Fermo

01. 10.2017
Von San Severino Marche über wunderschöne Wege der hügeligen Region geht es auf die Rückreise. Gut 220 km später erreichen wir unser Hotel am Stadtrand von Cesena südlich von Ravenna.

02.10.2017
Von Cesena geht es ein Stück über die Autobahn bis nach Vicenza, wo wir endlich wieder in die kurvigen Berge verschwinden und bis zum Caldonazzosee fahren. 

03.10.2017
Als Tourausklang stehen heute 350 Genuss-Kilometer auf dem Programm. Vom Caldonazzosee fahren wir über kleine Straßen bis zum Lavazèjoch (Passo di Lavazè) und weiter in Richtung Bozen. Von hier aus fahren wir weit hinauf in die Berge zum Penserjoch (Passo di Pennes) und über die alte Brenner Straße in Richtung Heimat. 

 

dhlbiker-Treffen Schwäbische Alb

dhlbiker Treffen 2016

Das 27. dhlbiker-Treffen 2016

findet im Schwabenland statt. „WIR“ freuen uns schon riesig auf das Wiedersehen, sowie auf die tolle und ereignisreiche Zeit mit Euch. Sicherlich, die Messlatte liegt zwischenzeitig ziemlich hoch, waren doch die Treffen in den vergangenen 26 Jahren nahezu perfekt organisiert und irgend eine gute Überraschung war ja auch meistens mit dabei. An dieser Stelle möchte ich meinen ausdrücklichen Dank an alle Organisatoren der vergangenen dhlbiker-Treffen aussprechen, Ihr habt alle einen ganz tollen Job gemacht. Mit der Unterstützung der Heilbronner Gruppe, dem Orga-Team Franken, sowie unseren tapferen Scouts die sich noch beim Abschied in Kelheim bereit erklärt haben, auch 2016 wieder für unsere Sicherheit und einem reibungslosen Ablauf auf der Straße Sorge zu tragen, mit dieser geballten, gemeinschaftlichen Unterstützung kann gar nichts schief gehen.

Die ersten gedanklichen Vorbereitungen sind schon angelaufen, erste Pläne wurden geschmiedet und Konzepte erstellt. Um Euch mit der Zeit etwas einzustimmen und zu zeigen wo denn die Reise zum 27. dhlbiker-Treffen 2016 hingeht, werden hier entsprechende Informationen bekannt gegeben. Hoffe und wünsche Ihr habt alle etwas Spaß dabei und bringt ruhig ein paar gute Freunde und Gleichgesinnte zum 27. dhlbiker-Treffen 2016 mit.

Eine Tour auf der Schwäbischen Alb gleicht einer Entdeckungsreise. Imposante Schlösser, bröckelnde Ruinen, idyllisches Fachwerk, aber auch viel Spannendes zum Thema Motorrad lässt sich dort finden.

Amuse-Geuel

Die Schwäbische Alb mit ihrem sehr gut ausgebauten Straßennetz durch dünn besiedelte, waldreiche Gegenden und liebliche Dörfer, ihren kurvenreichen, langen Auf- und Abstiegen sowie den geschwungenen Hochflächenstrecken bietet sich ideal für kurze und lange Motorradtouren aller Ansprüche an.

Klar, wenn man die schwäbische Alb vor der Haustür hat ist es sozusagen das eigene Revier. Ich freue mich, Euch meine Wochenend- und Feierabendstrecken vorstellen zu dürfen.

Reutlingen das »Tor zur Schwäbischen Alb« gilt als der ideale Einstieg und tatsächlich fackelt die Alb nicht lange, dem motorisierten Zweiradfahrer ihre guten Seiten aufzudrängen. Kaum liegt die Stadtgrenze hinter mir, finde ich mich zwischen Bergspitzen, Ruinen und Höhenzügen wieder, die Gutes verheißen. Hinter Gönningen, nur wenige Minuten jenseits des »Alb-Tores« gesellen sich dann auch die passende Kurven dazu. Dem Verlauf eines der vielen kleinen namenlosen Bäche folgend, schlängelt sich der Asphalt durch satte Wiesen, goldgelbes Getreide und dunkle, waldige Abschnitte. Die ersten Skianlagen und -lifte huschen an mir vorbei.

Und kaum komme ich auf Tour, werde ich schon wieder eingebremst. Als alter Burgenliebhaber muß ich natürlich einen Blick auf Schloss Lichtenstein werfen. Das streckt sich, seit über 600 Jahren, bei Großengstingen trotzig in den Himmel. Mit Recht, schließlich wurde es nie erobert und konnte alle Angriffe abwehren. Die martialischen Gerätschaften, die dabei im Kampf eingesetzt wurden, kann man heute in der Waffenhalle bestaunen. Königszimmer, Wappenzimmer, Erkerzimmer, alle gefüllt mit spannenden Exponaten und Geschichten. Überhaupt ist die Schwäbische Alb voller Überraschungen, die besucht oder besichtigt sein wollen. Nur wenige Kilometer weiter lockt die Bärenhöhle, gleich darauf die Sommerrodelbahn, Skilifte, Feriendörfer.

Entlang der Hohenzollernstraße kurve ich weiter gen Süden, werfe mich in die nächsten Kehren, rolle auf einmal nordwärts und nur wenig später erneut der Sonne entgegen. Rund 900 Meter hoch sind die Bergkuppen, um die ich hier einen wilden Slalom fahre. Kornbühl, Bühlberg, der Raichberg mit fast 1000 Metern.

Kurz bevor ich den Raichberg mit seinem Aussichtsturm erreiche, fliege ich im kleinen Örtchen Hausen an einem Schaufenster voller alter Motorräder vorbei. So eben erkenne ich im Augenwinkel noch die Schätzchen hinter Glas, bremse und rolle staunend auf dem Bürgersteig aus. Prächtig renovierte NSUs reihen sich auf engem Raum, dazwischen eine alte Hercules, diverse Mopeds und Roller. Glück gehabt, in der Werkstatt gleich nebenan schraubt Egon Flad gerade an einem seiner Glanzstücke. Ihm gehören alle diese Zweiräder, und voller Stolz und Begeisterung erzählt mir der Sammler und Schrauber des Jahrgangs 1930 von seiner Werkstatt, von sich und seinem Hobby und versorgt mich auch gleich mit ein paar guten Tipps zur Region.

So komme ich schließlich auch auf die Kuppe des Raichbergs, genieße den fantastischen Blick vom 22 Meter hohen Raichbergturm, um dann in kräftigen Schwüngen der Burg Hohenzollern entgegenzurollen. Dieses kolossale Märchenschloss kann sich durchaus mit Neuschwanstein und anderen Prunkstücken messen und gehört zu den schönsten und meistbesuchten Burgen Europas. Will man jeden Winkel der Burg erkunden, kann man locker einen ganzen Tag in dem Stammsitz der Hohenzollern verbringen.

Über Bisingen, Stich, hinunter zur B 463 geht es entlang glitzernder, plätschernder Bäche. Balingen bietet sich für eine Tasse Kaffee, ein zweites Frühstück oder einen Blick auf’s Zollernschloss an. Und dann … dann steht man als Motorradfahrer am Wochenende vor einem Sperrschild. Die wahrlich traumhafte Strecke um den 964 Meter hohen Lochenstein nach Tieringen ist an Sonn- und Feiertagen für motorisierte Zweiradfahrer gesperrt. »Hirnlose Idioten haben es mal wieder geschafft!« Der Kommentar zum Thema in einem Internetforum entbehrt nicht ganz einer Grundlage. Die Sperrung war nur die logische Konsequenz der lebensverneinenden Fahrweise des einen oder anderen Heizers und der daraus resultierenden Unfälle. Gut, dass ich unter der Woche hier bin, also genieße ich die fantastische Route, treffe bald auf die Schwäbische Albstraße, winke im Vorbeifahren dem Dreifaltigkeitsberg zu und strande bei Tuttlingen an der Donau.

Heimatmuseum, Ruine Homberg, Donauversickerung, Kolbinger Höhle, Freilichtmuseum, und, und, und… Auch entlang der Donau ist die Schwäbische Alb ein einziges großes Freizeitparadies. Steile Felswände, weiß und grau glänzender Karst, sattgrüne Wiesen und Weiden, imposante Klöster, Kirchen und beschauliche Weiler säumen den Weg. Aber die Schwäbische Alb scheint auch das Land der Radarkontrollen und Starenkästen zu sein. Auch die säumen den Asphalt, und wer neben dem Blick in die Landschaft den kurzen Sichtkontakt zu seinen Instrumenten vergisst, bekommt ruckzuck ein nettes Einschreiben von der Alb – Urlaubserinnerungen der eher ungeliebten Art.

Burgruinen geleiten mich entlang der Donau nach Sigmaringen, und kurz vor dem netten Städtchen fällt mein Blick auf ein kleines Hinweisschild: »Zündappmuseum«. Klar, auch hier kann ich nicht widerstehen und biege ab. Nur wenige Meter, dann rolle ich vor einem riesigen Glaspalast aus. Hier lockt neben der Braustätte des leckeren Zoller Hofbieres das gerade erst aufgebaute und eingeweihte Zündappmuseum. Dutzende wie neu aussehende Zündapps stehen neben Nähmaschinen und Außenbordmotoren der Traditionsmarke. Der Sammler Adolf Mattes hat in den vergangenen Jahren fast alle Modelle von Zündapp zusammengetragen und präsentiert in der mächtigen Halle, gleich neben der gläsernen, nagelneuen Abfüllanlage der Brauerei, einmalige Schätze. Bei der Eröffnung ließ es sich der damalige Ministerpräsident Günter Oettinger nicht nehmen, selbst von einem der Zweiräder zu strahlen. Erstaunlich, wollte er doch vor nicht allzu langer Zeit noch das Motorradfahren aus Sicherheitsgründen gänzlich verbieten.

In der Brauerei-Gaststätte nebenan gönne ich mir eine schwäbische Spezialität, Maultaschensuppe. Nur das Zoller Bier verschwindet mit Rücksicht auf die Promille als Flasche im Seitenkoffer.

Die Hohenzollernstraße führt mich ab Sigmaringen wieder in den Norden. Über die B 32 geht es gut ausgebaut und kurvenreich nach Gammertingen. Mit der Hohenzoller’schen Landeseisenbahn und diversen Bächen teile ich mir das Tal, biege dann auf die Deutsche Alleenstraße ab und rolle dort durch die Schatten unzähliger dichter Laubbäume. Denkwürdige Ortstafeln tauchen auf. Lusthof und Kettenacker lassen eher auf abwechslungsreiche Spielchen als auf schwäbische Gemütlichkeit schließen. Während ich noch über die Bedeutung des Ortsnamens Upflamör nachdenke, passiere ich ein nicht minder nachdenklich machendes Schild. »Großes Lautertal – Bitte langsam und leise fahren – sonst droht Fahrverbot!« Aha, hier also auch. Bleibt nur zu hoffen, dass die folgende fantastische Strecke entlang der Großen Lauter nicht auch noch durch Raser der Masse der Motorradfahrer vorenthalten wird.

Das wäre wirklich schade, denn die vielen Kilometer bis hinauf nach Münsingen sind mit das Schönste, was die Alb dem Motorradfahrer bietet. Idyllische Landschaft, Wald und blühende Wiesen, Auen und rauschendes Wasser begleiten mich zwischen den rechts und links aufsteigenden Felswänden und Waldhängen. Dass es an Kurven nicht mangelt, versteht sich von selbst. Echte Naturfreunde, die auch mal ein paar Meter zu Fuß gehen, finden übrigens auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen ein einmaliges Areal, welches mittlerweile der Öffentlichkeit zugänglich ist. Wacholderheide, geheimnisvolle Schluchtwälder und ausgediente Schießbahnen bieten ein seltenes Wander- und Naturerlebnis.

Münsingen, das bildschöne Bad Urach, St. Johann, Eningen, die Alb gibt noch mal alles, glänzt mit Aussichten und herausfordernder Strecke. Zu Füßen der Hohen Warte stürzt sich der Uracher Wasserfall in die Tiefe, und die Deutsche Alleenstraße zeigt aufs Neue ihr grünes Haupt. Ein gelungenes Finale, das mich schließlich zurück nach Reutlingen führt und erneut das »Tor zur Schwäbischen Alb« passieren lässt.

Lust auf Vorspeise?

Anfahrt:

Ein idealer Einstiegspunkt ist Reutlingen. Ihr erreicht Reutlingen bequem von Norden und Osten her über die A8 Abfahrt AS Stuttgart Degerloch / Möhringen, weiter auf der B27 Richtung Tübingen / Reutlingen. Von Westen wer via A81 anfährt, nimmt die AS Herrenberg auf die B28 die Euch direkt nach Reutlingen führt. Aus Osten oder via A7 kommend ist die Abfahrt Ulm-Ost eine gute Möglichkeit die Autobahn zu verlassen, die B19 die in die B28 mündet führt Euch nach Reutlingen.

In Reutlingen angekommen orientiert ihr Euch immer Richtung Innenstadt dann kommt ihr automatisch auf die B312 / B313 die Euch nach ca. 5 KM (durch den Ursulaberg-Tunnel ) nach Pfullingen führt. Weiter geht es nach Lichtenstein, in Honau kommt ein Albaufstieg mit einigen schönen Kurven. Oben angekommen geht es weiter nach Engstingen. Kurz vor Engstingen teilen sich die B312 und die B313. Auf der B313 durch Engstingen Richtung Trochtelfingen gehts weiter. In Engstingen kommt ihr an einer Aral-Tankstelle vorbei (Aral, Trochtelfinger Str. 38, 72829 Engstingen, Öffnungszeiten von 06:00 Uhr bis 21:00 Uhr). Nutzt diese Gelegenheit bitte zum tanken! Dann geht es noch ca. 3 KM weiter auf der B313 bis ihr in Haid (vor der Gaststätte Waldhorn) rechts Richtung Sonnenbühl auf die K6767 abbiegt und dieser ca. 5 KM bis zur L383 folgt. Hier jetzt links nach Sonnenbühr-Erpfingen abbiegen. Jetzt noch ca. 3 KM nach Erpfingen rein und kurz vor Ortsende rechts zur Jugendherberge Sonnenbühl-Erpfingen abbiegen, –>Ziel erreicht.

Geokoordinaten
Jugendherberge Sonnenbühl-Erpfingen:  Breite: 48° 20′ 57,63″ , Länge: 9° 10′ 35,52″
Reutlingen: Breite 48° 29′ 34″, Länge 9° 12′ 45″
Aral Engstingen: Breite 48°22’59.8″ Länge 9°16’57.9″E

Tour:

 

Ausflüge und Interessantes

Heuneburg, Freilichtmuseum ca. 50 KM

Nur 2 Kilometer von Hundersingen entfernt liegt die Heuneburg majestätisch hoch über der Donau. Tauchen Sie bei ihrem Besuch im Freilichtmuseum ein in die Lebenswelt der Kelten. Schlendern Sie über die Wehranlage mit ihrer südländischen Lehmziegelmauer, genießen Sie das außergewöhnliche Ambiente im keltischen Herrenhaus und entdecken Sie die Hinterlassenschaften des ältesten namentlich erwähnten Ortes Deutschlands – der Keltenstadt Pyrene. Aktuelle Sonderausstellungen, Führungen, Mitmachaktionen und Kurse lassen Sie die Kelten hautnah erleben. Das Team des Freilichtmuseums freut sich auf Ihren Besuch! Freilichtmuseum Heuneburg
Zwischen Hundersingen und Binzwangen
88518 Herbertingen-Hundersingen
heuneburg-keltenstadt

Burg Hohenzollern, ca 35 KM

Die Burg Hohenzollern, der am Rand der Schwäbischen Alb gelegene Stammsitz, ist kein Museum im herkömmlichen Sinne, sondern ein zwar geschichtsträchtiger, aber zugleich ausgesprochen lebendiger Ort, der alljährlich Hunderttausende von Besuchern aus der ganzen Welt anzieht. Neben wesentlichen Teilen unserer Kunstsammlung, darunter bedeutende Gemälde, kostbares Silber und Porzellan sowie die preußische Königskrone, machen zahlreiche Konzerte, Open-Air-Kino, Ausstellungen sowie einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands die Burg zu einer ganzjährig attraktiven Kultureinrichtung.

burg-hohenzollern

Blautopf, Blaubeuren, ca. 60 bis 75 KM

Ein Blick genügt: Dieser Ort hat etwas Magisches. Blau und Grün fließen schier unvergleichlich ineinander. Gleichsam ein leuchtendes Auge aus den Tiefen des Erdreiches, Quelle für Mythen, Märchen und allerlei wundersame Geschichten. Eine der schönsten ist wohl die „Historie von der schönen Lau“, in der Eduard Mörike erzählt, wie eine Wassernixe am Blautopf das Lachen wieder lernt. Eine Steinskulptur am Ufer erinnert an sie … und noch heute soll sie an manchen Tagen in den Tiefen des Quelltrichters kurz zu sehen sein.

Blaubeuren-Blautopf

Biosphärengebiet  Münsingen ca. 40 KM

Auf der Schwäbischen Alb finden Sie eine beeindruckende Vielfalt von Natursehenswürdigkeiten, traditionellen Kulturlandschaften, geologischen Attraktionen und historischen Stätten. Erleben Sie die Eleganz des Wanderfalken bei der Jagd, entdecken Sie die Farbenpracht bunter Schmetterlinge und die teils bizarren Formen und Düfte mancher Pflanzen auf den Wiesen und Wacholderheiden. Die Schwäbische Alb, ist eine Landschaft zum Genießen und Entdecken, die mit mancher Überraschung auf Sie wartet. Sanfte Hügel wechseln sich ab mit schroffen Felsen, Trockentälern und weiten Hochflächen. Aus tiefen Buchenwäldern führen die Wege über sonnige Wiesenwege und Heide

Biosphaerengebiet-alb

Hohen Neuffen, ca. 50 KM

Adlige Höhenburg, Hohenneuffen mit Burg, Weithin sichtbar tritt das 743 m hoch aufsteigende Felsmassiv des Hohenneuffen bergspornartig aus dem Albtrauf hervor. Seine Felskuppe trägt ein heterogenes Ruinenensemble, das in seinem Kern auf eine hochmittelalterliche Höhenburg zurückgeht. Ältere Besiedlungsspuren konnten für den Hohenneuffen bisher nicht nachgewiesen werden, obwohl in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, auf dem sog. Heidengraben-Plateau, im 1. Jahr- hundert v. Chr. das größte keltische Oppidum Mitteleuropas existierte.

Neuffen

Alb Gold Trochtelfingen ca 13 KM

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Nudelproduktion und erfahren Sie, wie wir täglich bis zu 60 Tonnen Nudeln produzieren. Mit der Gläsernen Produktion machen wir die Lebensmittelherstellung für Sie transparent und nachvollziehbar. Von der Herkunft und Anlieferung der Rohstoffe, über die Teigmischung und Trocknung bis hin zur fertig verpackten Nudel können Sie jeden einzelnen Produktionsschritt nachverfolgen. Während der ca. 60-minütigen Führung besuchen Sie auch die Nudelwelt, in der wir die Nudeln ganz neu in Szene setzen: historisch, künstlerisch, einzigartig. Entdecken Sie in der Gläsernen Produktion das Geheimnis des „Schwäbischen Goldes“.

Alb-Gold-Kundenzentrum

Zwiefalten Kloster, ca. 35 KM

Nicht ohne Grund haben die Mönche ihr Kloster in Zwiefalten erbaut: Frisches Quellwasser aus der Aach, fruchtbare Felder, ausgedehnte Wälder, die Nähe zur Donau. Die Mönche sind längst verschwunden, die faszinierende Landschaft, die bezaubernden historischen Bauwerke, das einmalige Münster und eine Vielzahl „kleiner Herrgottswinkel“ können Sie, als unser Gast, auch heute noch entdecken und genießen. Eine Perle der Oberschwäbischen Barockstraße ist das Zwiefalter Münster. Erleben Sie in den Sommermonaten unsere Münsterkonzerte als kulturellen Höhepunkt.

Zwiefalten

Bad Urach Wasserfall, ca. 40 KM

Bad Urach liegt umgeben von Hangbuchenwäldern eingebettet im Ermstal. Als ehemalige Residenzstadt der Grafen von Württemberg-Urach besticht Bad Urach durch seine noch überall sichtbare Geschichte. Ein Bummel vorbei an den prachtvollen, spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern des Marktplatzes zum Residenzschloss und zur Stiftkirche St. Amandus gehört zu einem Besuch genauso dazu wie ein Besuch in den AlbThermen. Hier kann der Blick vom 32 bis 38 Grad warmen Wasser aus auf die Burgruine Hohenurach schweifen.

Bad-Urach

Sigmaringen, ca. 45

Legendäre Motorräder, das berühmte Automobil „Janus“ und rund 100 weitere, einzigartige Exponate der Kultmarke Zündapp erwarten Sie im Zündapp-Museum der Brauerei Zoller-Hof in Sigmaringen. Ein Besuch lohnt sich – nicht nur für Zündapp- oder Motorrad-Fans!

Öffnungszeiten: April – Juni / Oktober: Samstag – Sonntag von 13.00 Uhr – 17.00 Uhr
Juli – September: Donnerstag – Sonntag von 13.00 Uhr – 17.00 Uhr

Beim Spaziergang durch die Stadt begegnet dem Gast die Geschichte auf Schritt und Tritt: Vorbei geht es an den ehemaligen Verwaltungsgebäuden aus der Preußenzeit mitten hinein in die gemütliche Fußgängerzone mit dem historischen Rathaus und seinem Alemannenritter Sigmar, dem Namensgeber der Stadt. Aber auch das barocke Kleinod, die Stadtpfarrkirche St. Johann oder der Runde Turm, das heutige Heimatmuseum, sind für Besichtigungen geöffnet. Am Fuße des Schlosses lädt zudem das Fürstliche Kunstmuseum mit seinen wechselnden Sonderausstellungen zum Besuch ein. Bleibende Stadterinnerungen vermitteln geführte Stadtrundgänge, die zu den schmucken Häusern einstiger Hoflieferanten und den verborgenen Winkeln der historischen Innenstadt führen. Nach einem Bummel durch die Innenstadt laden zahlreiche Restaurants und Cafés zum Verweilen ein.

Sigmaringen

Laichinger Tiefenhöhle, ca 65 KM

Die Laichinger Tiefenhöhle ist die einzige zur Schauhöhle ausgebaute – und so für die Öffentlichkeit zugängliche – Schachthöhle in Deutschland. Mit 80 m Tiefe und 1.253 m Gesamtlänge zählt sie zu den bedeutendsten Karstobjekten der Schwäbi-schen Alb. Über zahlreiche Eisentreppen absteigend, kann der Besucher gewaltige Schächte und große Hallen bewundern. Für den 330 m langen Weg, der bis 55 m Tiefe hinabführt, benötigt der Besucher etwa 40 Minuten.

Tiefenhoehle

Nebelhöhle und Bärenhöhle, ca 15 KM

Die Gemeinde Sonnenbühl kennt man vor allem dank ihrer unterirdischen Schönheiten. Sowohl die Nebelhöhle als auch die Bärenhöhle mit der mit ihr verbundenen Karlshöhle sind Tropftsteinhöhlen mit teilweise sehr schönen Stalagmiten und Stalagtiten. In beiden kann man erleben, was es unter anderem bedeutet, dass die Schwäbische Alb ein aus Kalksteinen bestehendes Karstgebirge ist. Die Höhlen machen den UNESCO Geopark Schwäbische Alb so richtig erfahrbar.

Hoehlenwelten

Münsinger Alb – Großes Lautertal

Truppenübungsplatz Münzinger Alb Großes Lautertal

Mit dem Motorrad durch das Großes Lautertal

Münsingen, Marbach, Dapfen, Buttenhausen, Wimsener Höhle, Zwiefalten, die Alb gibt alles, glänzt mit Aus- und Einsichten und herausfordernden Strecken. Am 23. Oktober 2010 wurde im Alten Lager das Informationszentrum für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb eröffnet, Der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen steht seit 1996 unter Naturschutz, Wacholderheide, geheimnisvolle Schluchtwälder und ausgediente Schießbahnen bieten ein seltenes Naturerlebnis, allerdings ist er derzeit nicht frei zugänglich. Führungen sind nach Voranmeldung oder an bestimmten Terminen möglich.

Motorradtour auf der Münsinger Alb – Das Großes Lautertal

Das Große Lautertal beeindruckend, imposant und außergewöhnlich. Für unsere Spezies hat das Große Lautertal  zahlreiches zu bieten. Idyllischen Landschaft die man auch nutzten sollte. Die Straße durch das Tal ist sehr malerisch, an schönen Tagen teilt man diese aber manchmal mit viel Verkehr, besonders mit unseren motorisierten Freunden, die uns trotz zahlreicher Warnschilder mit ihrer Geschwindigkeit mächtig imponieren wollen. Die Anstiege bewegen sich alle zwischen 100-170 Hm, von denen die ersten zwei Drittel meist die Talhänge emporführen und der Rest dann weiter auf die Dörfer und Höfe der Albhochfläche führt. Der stärker bewaldete Osthang des Tales fällt wesentlich steiler ab, so dass hier die Steigen meist giftiger sind, während der Westhang zwar weniger Anstiege bietet, diese aber etwas aussichtsreicher und leichter sind. Bei einer Runde hier kombiniert man natürlich beide Seiten, wobei man bei der relativen Kürze nennenswerte Höhenmeter recht hart erkämpfen muss. Das Hinterland der Münsinger Alb ist zu keiner Zeit eben und auch mit zahlreichen kleineren Anstiegen übersäht. Als Kombination bietet sich auch das naheliegende Schmiechtal an, und auch die längeren Anstiege des Albtrauf bei Bad Urach sind vom Nordende nicht allzu weit entfernt.

Das Großes Lautertal ist mit das Schönste, was die Alb dem Motorradfahrer bietet. Idyllische Landschaft, Höhlen, Wald und blühende Wiesen, Auen und rauschendes Wasser, rechts und links aufsteigenden Felswänden und Waldhängen, malerischen Dörfern und Burgruinen Dass es an Kurven nicht mangelt, versteht sich von selbst. Die Große Lauter entspringt in einer Karstquelle im malerischen Hof der ehemaligen Klosteranlage in Offenhausen. Sie windet sich mal sanft, stellenweise auch rasant, in ihrem natürlichen Flussbett auf über 35 km Länge bis hin zu ihrer Mündung in die Donau zwischen Ober- und Untermarchtal. Die zahlreichen Talauewiesen begleiten den Fluss auf dem Weg dorthin. Oberhalb des Tales lassen die zahlreichen Burgruinen noch heute ihre ursprüngliche Bedeutung erahnen. Allein auf einem 15 km langen Streckenabschnitt findet man zehn Burgruinen. Das Große Lautertal und seine zauberhafte Flusslandschaft sind ein unvergleichbarer Genuss und zugleich Höhepunkt im Biosphäregebiet und im GeoPark Schwäbische Alb.

 

Routenbeschreibung:

Ausgangspunkt ist der GeoPark Schwäbische Alb im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb, auf Asphaltstraße geht es über Münsingen nach Marbach. Hier befindet sich das weltbekannte Landes- und Hauptgestüt, nicht selten kommen Scheiche aus Arabien um sich hier einen Zuchthengst für ihre Herde auszusuchen. Ich folge den schönen Kurven nach Darpfen und Wasserstetten bis nach Buttenhausen. Weiter geht es über Hayingen nach Zwiefalten. Von weitem begrüßt mich das Kloster Zwiefalten mit seinen zwei Zwiebeltürmen. Vor der Zwiefaltener Klosterbrauerei fahre ich rechts ab nach Upflamör und über Geisingen nach Huldstetten. Super tolle Kurven führen mich bis nach Eglingen, hier geht es links über Ödenwaldstetten und Marbach nach Gächingen. Meine Tour endet nach 110 Km im Landgasthof Hirsch der Familie Failenschmid.

Distanzen:

Länge: 102 Km
Koordinaten Startpunkt: Biosphärenzentrum Schwäbische Alb, N +48.4129720 E +9.53543325
Koordinaten Endpunkt:  
Gächingen, N +48.4314292 E +9.38087121

Details:

Motorradtour durch das Donautal

Albdurchbruch im Donautal

Mit dem Motorrad durch das Donautal

Das Donautal eignet sich wohl wie kaum eine andere Gegend in Deutschland für eine ebenso spannende, wie auch erholsame Tour mit dem Motorrad. Entlang einer atemberaubenden Kulisse führt der Weg von Donaueschingen (der Donauquelle) vorbei an historisch bedeutsamen Stätten, wie beispielsweise Beuron oder Riedlingen, nach Ulm. Das Donautal zeigt sich hier von seiner schönsten Seite und versetzt jeden Besucher unweigerlich ins Staunen. Die Strecke könnte für eine Motorradtour geeigneter kaum sein. Gut ausgebaute Straßen garantieren eine sichere Fahrt, auch an einzigartigen Orten für eine Rast im Herzen der Natur mangelt es nicht.

Der Ausgangspunkt, Donaueschingen – Oberes Donautal

Die Tour beginnt bereits mit einem Highlight, nämlich dem Ort, wo durch den Zusammenfluss von Brigach und Breg die Donau ihren Ursprung hat. Romantisch zwischen Schwarzwald und den westlichen Ausläufern der Schwäbischen Alb gelegen, hat Donaueschingen viel zu bieten. Bereits im 9. Jahrhundert erstmal urkundlich erwähnt, lässt die Stadt jedem Besucher das Herz höher schlagen. Der kulturell Interessierte wird die historische Vielfalt der Stadt schätzen, wer die Natur liebt, wird hier atemberaubende Landschaften entdecken. Auch das Nachtleben der Stadt lässt keine Langeweile aufkommen. Ganz gleich, ob man auf der Suche nach einer gepflegten Bar ist oder lieber in einem Club in die Nacht hineintanzt – Donaueschingen hat jedem etwas zu bieten.

Oberes Donautal – Beuron

Schon die erste Etappe wird jeden Motorradfahrer sofort in ihren Bann ziehen. Entlang der frisch entsprungenen Donau führt der Weg nach Beuron, das vor allem durch sein berühmtes Benediktinerkloster (Erzabtei St. Martin zu Beuron) bekannt ist. Die ehrwürdigen Mauern können tagsüber besichtigt werden und werden auch die, die sonst nicht an sakralen Bauten interessiert sind faszinieren. Das Kloster bietet Reisenden auch kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten in einer sagenhaften Atmosphäre mitten im Grünen. Wer glaubt, ein Aufenthalt im Kloster sei langweilig, irrt. In Beuron gibt es viel zu besichtigen und zu erleben. Auch hier will keine Langeweile aufkommen, unabhängig davon, ob man lieber entspannt die Seele baumeln lassen will oder doch lieber in Feierlaune ist.

Sigmaringen – Riedlingen

Von Beuron aus führt der Weg vorbei am Donaudurchbruch bei Inzigkofen weiter über Sigmaringen nach Riedlingen. Das mittelalterliche Sigmaringen, dessen Region bereits in der Steinzeit besiedelt war, fasziniert vor allem durch sein authentisches Stadtbild. Das Sigmaringer Schloss direkt am Ufer der Donau bietet schon von der Ferne einen glanzvollen Anblick. Schon im 11. Jahrhundert stand an der Stelle des Schlosses eine befestigte Burganlage. Heute bieten Führungen einen spannenden Einblick in längst vergangene Tage. Auch Riedlingen versetzt den Besucher sogleich in die Vergangenheit. An den Ufern der Donau scheint die Zeit hier teilweise stehen geblieben zu sein. Das an der Oberschwäbischen Barockstraße gelegene Städtchen beeindruckt ebenfalls durch seinen mittelalterlichen Flair, geprägt von zahlreichen Fachwerkhäusern, einem historischen Rathaus und der Pfarrkirche St. Georg, dem Wahrzeichen der Stadt.

 

Der Münsterplatz in Ulm – Ziel einer unvergesslichen Tour

Nach gut 200 Kilometern ergreifender Fahrt endet die Motorradtour im sagenhaften Ulm, dessen Kirchturm – mit seinen mächtigen 161,53 Metern der höchste der Welt – schon von der Ferne sichtbar ist. Der Münsterplatz ist ebenfalls von zahlreichen historischen Bauten umgeben. Ulm bietet die perfekte Kombination aus historischer Tradition und überschaubarem Großstadtflair. Für den Motorradfreund kann Ulm sowohl Endpunkt einer packenden Tour sein, als auch Ausgangspunkt für weitere faszinierende Entdeckungen.

Distanzen:

Länge: 185 Km
Koordinaten Startpunkt: Donaueschingen, Donauquelle, N +47.951834 E +8.502479
Koordinaten Endpunkt: Ulm am Münster, N +48.399053 E +9.992425

Details:

Lautertal ins Laucherttal

Bootshaus im Lautertal der Biker Treff

Lautertal Schwäbische Alb – Motorradtour mit echtem Erholungswert

Das Lautertal ist eine der schönsten Gegenden Deutschlands, geprägt von zahlreichen Bächen und Seen. Diese einzigartige Landschaft lässt sich wunderbar mit dem Motorrad erfahren.
Eine Motorradreise soll zwei Dinge miteinander verbinden: das Fahrvergnügen auf der einen Seite und die Entdeckung einer neuen Umgebung auf der anderen. Das Lautertal vereint diese Eigenschaften miteinander. Die Gegend in der Schwäbischen Alb bietet hügelige Waldlandschaft mit verkehrsarmen Landstraßen, die das Fahren zu einem Vergnügen macht. Daneben findet sich eine malerische Naturlandschaft, die auch zahlreiche Zeugnisse der Geschichte und Kultur der Region bietet. Eine Tour sollte gut geplant sein, damit vor Ort der Kopf frei bleiben kann für die wirklich wichtigen Dinge.Motorradtour vom Lautertal ins Laucherttal
Ich starte meine Tour in der Jugendherber Erpfingen, die ab einer Übernachtung gebucht werden kann. Hier finden sich zweckmäßig ausgestattete, gepflegte Räumlichkeiten, und am Morgen wird ein stärkendes „Radlerfrühstück“ geboten. In der Umgebung lohnt sich ein Ausflug zum römischen Freilichtmuseum und wer es doch etwas rasanter liebt, kann das Motorrad gegen die Sommerbobbahn eintauschen.
Die erste Fahrt führt mich von Erpfingen nach Gomadingen. Die Strecke beträgt rund 18 Kilometer über die B313 und die Erpfinger Straße. Auf halber Strecke führt der Weg an der Bärenhöhle vorbei. Ein Abstecher in die Tropfsteinhöhle lohnt sich, hier ist das Skelett eines prähistorischen Höhlenbären zu sehen. In der Nähe der Bärenhöhle befindet sich auch der Freizeitpark Traumland.Lautertal Schwäbische Alb – Spuren der Geschichte

Am nächsten Tag geht die Fahrt weiter von Gomadingen nach Buttenhausen.
In Buttenhausen blühte einst das jüdische Leben. Ein einstündiger Rundgang führt zu den Stätten dieser Epoche. In Buttenhausen gibt es noch weitere geschichtliche Sehenswürdigkeiten, etwa die Burgmauer und den christlichen Friedhof, auf dem sich das Familiengrab des letzten Buttenhauser Adelsgeschlechts befindet. Die Zwiefalter Straße zieht sich malerisch durch die Landschaft des Lautertal. Sie führt mich ins rund 20 Kilometer entfernte Zwiefalten

 , das besonders durch seine historische Altstadt besticht. Im Klosterpark lässt es sich nach einer ausgiebig genossenen Motorradtour in üppigem Grün entspannen. Von hier aus führt mich ein kurzer Spaziergang zum barocken Münster, dessen farbenprächtige Innenausstattung sehr sehenswert ist.  

Lautertal Schwäbische Alb – Weiterfahrt ins Lauchterttal
Meine nächste Tour führt mich etwa 35 Kilometer weiter nach Sigmaringen, das sich im benachbarten, nicht weniger malerischen Lauchterttal befindet. Hier kann das Hohenzollernschloss Sigmaringen sehr ausführlich besichtigt werden.
Die Landstraße 277 bietet besonderen Fahrspaß in kurvigen Abfahrten. Sie führt mich nach Beuron, wo die wunderschöne Erzabtei St. Martin wartet.Zu Mariä Himmelfahrt findet hier eine Lichterprozession statt.
Über Stetten am kalten Markt geht die Fahrt zurück nach Nordosten. Weiter geht die Fahrt durch das pittoreske Lautertal – Schwäbische Alb nach Veringenstadt. In der Umgebung dieses kleinen Städtchens befinden sich 34 Höhlen, die unter anderem einst den Neandertalern als Wohnstätten dienten. Eine Wanderung zur Gallusquelle durch eine einzigartige Naturlandschaft bildet einen lohnenden Abschluss meiner Fahrt durch das Lautertal – Schwäbische Alb.
Die letzte Etappe führt mich schließlich durch die hügelige, waldreiche Landschaft zurück zum Ausgangspunkt, der Jugendherberge in Erpfingen/Sonnenbühl.

Das Lautertal mit dem Motorrad entdecken
Distanzen:

Länge: 205 Km
Koordinaten Startpunkt: Sonnenbühl-Erpfingen, Jugendherberge, N +48.3495219 E +9.17658797
Koordinaten Endpunkt: Sonnenbühl-Erpfingen, Jugendherberge, N +48.3495219 E +9.17658797

Details:

Oberschwaben ins Allgäu

Wimsener-Höhle-Begrüßung

Von Oberschwaben ins Allgäu – Fahrspaß gepaart mit Kultur

In Oberschwaben und im Allgäu lässt es sich in hügeliger Landschaft perfekt biken. Die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft Süddeutschlands bietet abwechslungsreiche Zwischenstopps.

Albtrauf bei Lenningen

Eine Motorradtour in die kulturelle Wiege Süddeutschlands

Das Schwabenländle steht seit der Antike für eine eigenständige Kulturregion im Südwesten Deutschlands. Die Landschaft ist hügelig und das Klima mild. Hier, zwischen dem Allgäu und Stuttgart, finden sich malerische Städtchen und Weinberge, Burgen und Seen. Die Landstraßen schlängeln sich durch die liebliche Umgebung und laden zu mitreißenden Motorradfahrten ein.

Im Allgäu ist es auf andere Art wunderschön. Die Landschaft wird von Bergen eingerahmt, auf dessen Gipfeln Schnee liegt und der Bodensee versprüht seinen eigenen Charme. Ich reise in eine touristisch seit Jahrzehnten gut erschlossene Gegend, doch bleibe häufig Abseits der viel befahrenen Straßen, wo ich die Umgebung entdecken und dabei die Motorradfahrt in vollen Zügen genießen kann.

Erster Tag – Durch das Schwabenland
Ich beginne meine Motorradtour im Luftkurort Bad Urach in Oberschwaben. Der Ort bietet ein kleines Residenzschloss, sowie verschiedene historische Bauwerke. Die bekannteste Sehenswürdigkeit befindet sich aber außerhalb des Ortes. Vom Uracher Wasserfall aus stürzt das Wasser 37 Meter tief herab. Über die von Felswänden eingerahmten Orte Böhrigen und Seeburg gelange ich ins Lautertal. Hier bieten kurvige Straßen in waldreicher Umgebung Erholung und Fahrspaß in einem. Ich erreiche Hayingen, von wo aus ich einen Abstecher ins Biosphärengebiet schwäbische Alb unternehme. Hier erlebt man die Mischung aus Natur- und Kulturlandschaft, die diese Gegend ausmacht. Die nur hier vorkommenden Schluchtwälder sind Lebensraum zahlreicher Wildtiere, wie beispielsweise dem Wanderfalken und dem Alpenbock. Daneben finden sich traditionelle Streuobstwiesen und Wachholderheiden, wie es sie hier schon immer gab. Auf halber Strecke nach Zwiefalten halte ich an der Wimsener Höhle, der einzigen befahrbaren Wasserhöhle Deutschlands, an.

Über Reutlingendorf und Uttenweiler erreiche ich den 767 Meter hohen Bussen, einen Berg, der als Wallfahrtsort genutzt wird und eine herrliche Aussicht bietet. Von hier aus fahre ich über die Landstraße 275 in den Kurort Bad Waldsee, der eine wunderschöne historische Altstadt bietet. Ihren Namen verdankt die Stadt dem im Ortskern gelegenen See, der zum Baden und Rudern einlädt. Nach einer einstündigen Weiterfahrt erreiche ich mit der kleinen Gemeinde Sommers das Allgäu. Ich beschließe den ersten Tag der Motorradtour von Oberschwaben ins Allgäu in einem der zahlreichen kleinen Dörfer der Region, etwa in Maierhöfen oder Martinszell. Hier befinden sich zahlreiche ortstypische Gasthäuser, in denen ich bei guter Verpflegung und herrlicher Aussicht den Tag ausklingen lassen kann.

Zweiter Tag – Panorama, so weit das Auge reicht
Die Gegend um Bad Hindelang bietet Fahrspaß auf kurvigen Straßen vor dem großartigen Panorama der Alpen. Eine etwa einstündige Motorradtour führt mich über die Bundesstraße 308 ins Nachbarland Österreich. Hier liegt auf 1.165 Metern Höhe der Vilsalpsee, ein malerisch gelegener Gebirgssee. Mehrere Wanderwege führen in die Umgebung, so etwa zum Bergaicht-Wasserfall im hinteren Vilsalptal.

Mittags geht meine Motorradtour vor herrlichem Alpenpanorama über Nesselwang, Zell, Hopferau, Rieden, Roßhaupten, Bernbeuren und Reisgang zurück nach Deutschland. Ich folge wieder der B310, die uns auf halber Strecke nach Füssen führt. Hier befindet sich das Hohe Schloss, eine der am besten erhaltenen Burganlagen Bayerns. Meine Motorradtour führt mich zumeist abseits der ausgetretenen Touristenpfade durch kleine Ortschaften. Ein Muss für jeden kulturbegeisterten Reisenden in Bayern sind jedoch die Märchenschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Diese sind in wenigen Minuten von Füssen aus erreichbar.

Bevor ich mich zurück auf den Weg nach Oberschwaben mache, halte ich in Görisried an, einem kleinen Ort in dem zahlreiche Kapellen und Pfarrkirchen, sowie ein Kalvarienberg von der tief verwurzelten katholischen Tradition Bayerns zeugen. Reisgang ist ein hervorragender Ausgangspunkt auf meiner Motorradtour für weitere Erkundungsfahrten durch das Allgäu und Oberschwaben. Von hier aus kann ich in kurzer Fahrtzeit Ingolstadt erreichen, wo zahlreiche Museen zum Entdecken einladen. Darunter etwa das Audi-Museum „museum mobile“ oder der sehenswerte botanische Garten. Die Gedenkstätte Dachau gemahnt an die Zeit des Nationalsozialismus. Wenn ich mich ins Großstadtleben stürzen möchte, erreiche ich München von Reisgang aus in 40 Minuten.

Dritter Tag – Motorradtour durch den Südwesten
Am dritten Tag meiner Motorradtour durch Oberschwaben und das Allgäu richte ich mich nach Westen und umfahre zunächst die kreisfreie Stadt Kempten, wobei ich mich an die Landstraßen und die Bundesstraße 310 halte und verschiedene kleine Orte durchfahre, die für die Gegend typisch sind. Orte wie Hellengerst oder Kimratshofen bestehen aus nur wenigen Häusern und Höfen im bayerischen Stil, besitzen aber auch immer eine Kapelle, die liebevoll gepflegt und einen Besuch wert ist.

Die Mittagszeit verbringe ich in Ellwangen, das in Baden-Württemberg gelegen ist. Hier lädt ein Bummel durch die gut erhaltene Altstadt ein. Das Schloss ob Ellwangen liegt auf einem Hügel über der Stadt und kann besichtigt werden. Etwas außerhalb von Ellwangen liegt der Tristolzer Berg, der einen grandiosen Weitblick über Oberschwaben bietet.

Weiter geht meine Motorradtour durch die leicht gewellte Landschaft in den Landkreis Bieberach. In Erbstetten führen verschiedene Wanderwege zur Ruine des Wartstein. Die letzte Etappe auf meiner Motorradtour durch Oberschwaben und das Allgäu führt mich schließlich über die Landstraße 259 auf einer halbstündigen Fahrt nach Münsingen. Hier lasse ich die Tour in der von Fachwerkhäusern gesäumten Altstadt ausklingen.