Enduro wandern Schwäbische Alb

Enduro wandern auf der Schwäbischen Alb

Enduro wandern auf der Schwäbischen Alb

Enduro wandern über die Schwäbische Alb, auf Schotterwegen, unbefestigten Feld- und Waldwegen, Kilometerlang und das inmitten des Herzstück eines Biosphärengebiet mit einer einzigartigen landschaftlichen Schönheit die inspiriert und verzaubert, -ja geht das überhaupt legal?

Enduro wandern auf der Schwäbischen Alb
Enduro wandern auf der Schwäbischen Alb

Enduro wandern durch die schönsten Täler der Schwäbischen Alb

Bis vor kurzem hätte ich noch gesagt -ja aber… und nein Enduro wandern, das ist nicht möglich. Halte ich doch in meinen Feierabendrunden Kreuz und quer über die Münsinger-, Uracher- und Zwiefaltener Alb, cruisend durch das Lauter- oder Schmiechtal immer wieder Ausschau nach solchen Wegen und Strecken. Und ja, so manches Promille- oder auch Verbindung Sträßle gibt es die unbefestigt und schlottrig sind. Aber meist immer nur wenige hundert Meter im höchsten Fall ein paar Kilometer lang.

Enduro wandern Schwäbische Alb
Enduro wandern Oberes Donautal

Schwäbische Alb – sagenhafter Südwesten

Im April sollte sich mein Bild ändern, habe ich doch immer noch auf meiner ToDo Liste das Enduro wandern als Tour mit Werner (Mini) Koch, -den ich seit einer gemeinsamen Motorrad Tour im Mai 2014 zur Allgäuer Seenplatte kenne, stehen. Ja und wie der Zufall es will, wurde auf der Tour „SCHWÄBISCHE ALB – AM BESTEN IM SÜDWESTEN“ die „ALEXANDER „ALI“ MÉTAYER“ mit Werner (Mini) Koch mit roadbooktouren anbietet, überraschend ein Platz frei. Da musste ich sofort zuschlagen. Mich quälte eigentlich nur noch eine Frage: Kann mir ein Stuttgarter Bub, Wege und Stecken in meinem eigenen Revier zeigen die ich noch nicht kenne? Da aber Mini der Tour Guide ist freue ich mich mit ihm wieder eine tolle Tour zum Thema Enduro wandern zu machen, Benzingespräche zu führen, jede Menge Tipps zum Geläuf und Tricks rund ums Moped von ihm zu bekommen und zu hören welche Projekte er für die Zukunft plant. In meinem Fokus stehen zwei erlebnisreiche Tage zum Thema Schwäbische Alb – sagenhafter Südwesten mit ihm und seiner Gruppe zu verbringen, also mögliche Zweifel, keine neue Strecken kennen zu lernen habe ich bei Seite geschoben.

Enduro wandern auf Schotterpisten
Enduro wandern auf Schotterpisten

Das Paradies – Obere Donautal

Treffpunkt und Start ist Bad Urach. Wir sind alle bereit, Enduro wandern über die Schwäbische Alb. Vor uns, -wir sind 15 Teilnehmer liegt eine Tagesetappe von ca. 230 Kilometer. Ziel des heutigen Tages soll das Obere Donautal sein. Hinauf geht‘s über die mächtige Felskante dem Albtrauf, die Münsinger Alb wartet, über kleine Asphalt- und Schotterstraßen geht es über die Hochfläche der Schwäbischen Alb ins Schmiechtal. Unsere erste große Rast machen wir auf dem Hausberg der Oberschwaben zwischen Unlingen und Uttenweiler, dem „Bussen“, herrlich diese Fernsicht über den Federsee hinweg weit zu den Alpen. Gut von den Schwäbischen Maultaschen gestärkt fahren wir durch die Wälder der Schwäbischen Alb, das Grün der Wiesen und die klaren Bäche bilden eine malerische Kulisse. Vorbei geht es an herrschaftlichen Klöster, Burgen und Schlösser weiter über die Zwiefaltener Alb. Wir haben am frühen Abend unser Quartier im Oberen Donautal nahe Beuron nun erreicht, gemütlich zu Abend gegessen und bei lockeren Gesprächen wurden so manche Anekdoten erzählt und viel gelacht.

Enduro wandern
Enduro wandern durch die schönsten Täler der Schwäbischen Alb
Hegaualb und Bodensee – traumhaftes Enduro wandern

Der zweite Tag, nach einem fürstlichen Frühstück geht es Richtung Hegau am Bodensee. Vor uns liegt eine Tagesetappe von ca. 200 Kilometer. Wir sind fasziniert von der Harmonie der Gegensätze zwischen Donautal und Streuobstwiesen dem größten Streuobstgarten Europas, alles steht in voller Blüte. Die Hegaualb liegt am Übergang zum Alpenvorland, neben den vorherrschenden Fichtenbeständen prägen einige Buchenbestände das Landschaftsbild, es ist einfach ein Traum, alles passt. Wir bewegen uns durch Alleen und engen Straßen über Wald-, Forst-, und Schotterstaßen bis wir noch vor der Mittagszeit den traumhaften Aussichtspunkt oberhalb von Sipplingen erreichen. Wir haben nun den südlichsten Punkt unsere Reise erreicht und werden uns jetzt wieder gen Norden orientierend an Tuttlingen vorbei weiter nach Burladingen ins Herz der Schwäbischen Alb bewegen. Am späten Nachmittag treffen wir auf dem Parkplatz der Bären- und Nebelhöhle bei Sonnenbühl-Erpfingen ein. Von hier aus trennt sich nun unser Weg, aber nicht ohne Unterwegs noch einmal einen Stopp zu machen und das erlebt kurz Revue passieren zu lassen.

 

 

Resümee:

Wer an einer hoch professionell ausgearbeitet Tour mitten durch ein so sensibles ökologischen Gebiets teilnehmen will, möchte ich empfehlen an dieser Tour teilzunehmen. Nicht unerwähnt lassen will ich, das sich die Erfahrung wie Führe ich eine große Motorrad Gruppe zu jeder Zeit gegenwertig und spürbar war. Selbst mir als Native haben diese zwei Tage ein ergänzendes Bild meiner Heimat gegeben.

 

Quelle:

Veranstalter: roadbooktouren.de

Bildrechte: Alexander MÉTAYER

Scouting und Guide: Werner Koch und Alexander MÉTAYER

Links: Schwäbische Alb

Oberschwaben ins Allgäu

Wimsener-Höhle-Begrüßung

Von Oberschwaben ins Allgäu – Fahrspaß gepaart mit Kultur

In Oberschwaben und im Allgäu lässt es sich in hügeliger Landschaft perfekt biken. Die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft Süddeutschlands bietet abwechslungsreiche Zwischenstopps.

Albtrauf bei Lenningen

Eine Motorradtour in die kulturelle Wiege Süddeutschlands

Das Schwabenländle steht seit der Antike für eine eigenständige Kulturregion im Südwesten Deutschlands. Die Landschaft ist hügelig und das Klima mild. Hier, zwischen dem Allgäu und Stuttgart, finden sich malerische Städtchen und Weinberge, Burgen und Seen. Die Landstraßen schlängeln sich durch die liebliche Umgebung und laden zu mitreißenden Motorradfahrten ein.

Im Allgäu ist es auf andere Art wunderschön. Die Landschaft wird von Bergen eingerahmt, auf dessen Gipfeln Schnee liegt und der Bodensee versprüht seinen eigenen Charme. Ich reise in eine touristisch seit Jahrzehnten gut erschlossene Gegend, doch bleibe häufig Abseits der viel befahrenen Straßen, wo ich die Umgebung entdecken und dabei die Motorradfahrt in vollen Zügen genießen kann.

Erster Tag – Durch das Schwabenland
Ich beginne meine Motorradtour im Luftkurort Bad Urach in Oberschwaben. Der Ort bietet ein kleines Residenzschloss, sowie verschiedene historische Bauwerke. Die bekannteste Sehenswürdigkeit befindet sich aber außerhalb des Ortes. Vom Uracher Wasserfall aus stürzt das Wasser 37 Meter tief herab. Über die von Felswänden eingerahmten Orte Böhrigen und Seeburg gelange ich ins Lautertal. Hier bieten kurvige Straßen in waldreicher Umgebung Erholung und Fahrspaß in einem. Ich erreiche Hayingen, von wo aus ich einen Abstecher ins Biosphärengebiet schwäbische Alb unternehme. Hier erlebt man die Mischung aus Natur- und Kulturlandschaft, die diese Gegend ausmacht. Die nur hier vorkommenden Schluchtwälder sind Lebensraum zahlreicher Wildtiere, wie beispielsweise dem Wanderfalken und dem Alpenbock. Daneben finden sich traditionelle Streuobstwiesen und Wachholderheiden, wie es sie hier schon immer gab. Auf halber Strecke nach Zwiefalten halte ich an der Wimsener Höhle, der einzigen befahrbaren Wasserhöhle Deutschlands, an.

Über Reutlingendorf und Uttenweiler erreiche ich den 767 Meter hohen Bussen, einen Berg, der als Wallfahrtsort genutzt wird und eine herrliche Aussicht bietet. Von hier aus fahre ich über die Landstraße 275 in den Kurort Bad Waldsee, der eine wunderschöne historische Altstadt bietet. Ihren Namen verdankt die Stadt dem im Ortskern gelegenen See, der zum Baden und Rudern einlädt. Nach einer einstündigen Weiterfahrt erreiche ich mit der kleinen Gemeinde Sommers das Allgäu. Ich beschließe den ersten Tag der Motorradtour von Oberschwaben ins Allgäu in einem der zahlreichen kleinen Dörfer der Region, etwa in Maierhöfen oder Martinszell. Hier befinden sich zahlreiche ortstypische Gasthäuser, in denen ich bei guter Verpflegung und herrlicher Aussicht den Tag ausklingen lassen kann.

Zweiter Tag – Panorama, so weit das Auge reicht
Die Gegend um Bad Hindelang bietet Fahrspaß auf kurvigen Straßen vor dem großartigen Panorama der Alpen. Eine etwa einstündige Motorradtour führt mich über die Bundesstraße 308 ins Nachbarland Österreich. Hier liegt auf 1.165 Metern Höhe der Vilsalpsee, ein malerisch gelegener Gebirgssee. Mehrere Wanderwege führen in die Umgebung, so etwa zum Bergaicht-Wasserfall im hinteren Vilsalptal.

Mittags geht meine Motorradtour vor herrlichem Alpenpanorama über Nesselwang, Zell, Hopferau, Rieden, Roßhaupten, Bernbeuren und Reisgang zurück nach Deutschland. Ich folge wieder der B310, die uns auf halber Strecke nach Füssen führt. Hier befindet sich das Hohe Schloss, eine der am besten erhaltenen Burganlagen Bayerns. Meine Motorradtour führt mich zumeist abseits der ausgetretenen Touristenpfade durch kleine Ortschaften. Ein Muss für jeden kulturbegeisterten Reisenden in Bayern sind jedoch die Märchenschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Diese sind in wenigen Minuten von Füssen aus erreichbar.

Bevor ich mich zurück auf den Weg nach Oberschwaben mache, halte ich in Görisried an, einem kleinen Ort in dem zahlreiche Kapellen und Pfarrkirchen, sowie ein Kalvarienberg von der tief verwurzelten katholischen Tradition Bayerns zeugen. Reisgang ist ein hervorragender Ausgangspunkt auf meiner Motorradtour für weitere Erkundungsfahrten durch das Allgäu und Oberschwaben. Von hier aus kann ich in kurzer Fahrtzeit Ingolstadt erreichen, wo zahlreiche Museen zum Entdecken einladen. Darunter etwa das Audi-Museum „museum mobile“ oder der sehenswerte botanische Garten. Die Gedenkstätte Dachau gemahnt an die Zeit des Nationalsozialismus. Wenn ich mich ins Großstadtleben stürzen möchte, erreiche ich München von Reisgang aus in 40 Minuten.

Dritter Tag – Motorradtour durch den Südwesten
Am dritten Tag meiner Motorradtour durch Oberschwaben und das Allgäu richte ich mich nach Westen und umfahre zunächst die kreisfreie Stadt Kempten, wobei ich mich an die Landstraßen und die Bundesstraße 310 halte und verschiedene kleine Orte durchfahre, die für die Gegend typisch sind. Orte wie Hellengerst oder Kimratshofen bestehen aus nur wenigen Häusern und Höfen im bayerischen Stil, besitzen aber auch immer eine Kapelle, die liebevoll gepflegt und einen Besuch wert ist.

Die Mittagszeit verbringe ich in Ellwangen, das in Baden-Württemberg gelegen ist. Hier lädt ein Bummel durch die gut erhaltene Altstadt ein. Das Schloss ob Ellwangen liegt auf einem Hügel über der Stadt und kann besichtigt werden. Etwas außerhalb von Ellwangen liegt der Tristolzer Berg, der einen grandiosen Weitblick über Oberschwaben bietet.

Weiter geht meine Motorradtour durch die leicht gewellte Landschaft in den Landkreis Bieberach. In Erbstetten führen verschiedene Wanderwege zur Ruine des Wartstein. Die letzte Etappe auf meiner Motorradtour durch Oberschwaben und das Allgäu führt mich schließlich über die Landstraße 259 auf einer halbstündigen Fahrt nach Münsingen. Hier lasse ich die Tour in der von Fachwerkhäusern gesäumten Altstadt ausklingen.